Zunahme der Servicanfragen via Kundenhotline bei der Börse Stuttgart
(aav) Angesichts der zunehmenden Digitalisierung und der daraus resultierenden Beschleunigung der Finanzmärkte fragen die Anleger in Deutschland verstärkt persönlichen Service nach. Die Börse Stuttgart verzeichnete in der ersten Jahreshälfte 2011 eine Zunahme der Serviceanfragen auf ihrer Kundenhotline. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nutzten 10% mehr Anleger den persönlichen Service für Fragen rund um Orderausführungen und Handel.
Wie das Unternehmen mitteilte sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bereits mehr als 22.000 Serviceanfragen über die kostenlose Kundenhotline eingegangen. Im Jahr 2010 waren es bis Ende Mai rund 20.000 Anfragen, insgesamt wickelte die kostenlose Kundenhotline im letzten Jahr rund 44.000 Serviceanfragen ab. Die Anleger werden von sieben Betriebs- und Volkswirten sowie Bankkaufleuten betreut. Alle Mitarbeiter der Kundenhotline haben die Wertpapierhändlerprüfung erfolgreich abgeschlossen und werden regelmäßig intern geschult.
„Unsere Anrufer kommen aus allen Berufen, Altersgruppen und Schichten der Gesellschaft, vom Bankberater über den privaten Day Trader bis zum interessierten Börsenneuling ist alles dabei. Das Team unserer Kundenhotline beantwortet alle Fragen zu Wertpapieren, Handelsmöglichkeiten und zur Ausführung einzelner Orders“, erläutert Richard Dittrich, Leiter des Kundenservice der Börse Stuttgart. Konkrete Empfehlungen dürfen die Mitarbeiter allerdings nicht geben. „Bei den heißen Aktientipps, die sich manche Anrufer von uns erhoffen, können und dürfen wir nicht helfen“, sagt Dittrich.
Aktuell beschäftigt die Anleger vor allem die EU-Schuldenkrise und besonders das Thema Staatsanleihen aus Griechenland. „Viele Anleger haben gelesen, dass Griechenland-Anleihen als sehr riskant eingeschätzt werden. Gleichzeitig locken diese Papiere mit vergleichsweise hohen Zinsen. Wichtig ist, dass der Anleger nicht nur die feste Verzinsung, sondern auch den Kurs der Anleihe berücksichtigt“, so Dittrich. Die Rendite einer Anleihe ergebe sich aus beidem, dem Kurs und der Verzinsung. Eine einjährige Anleihe zu 50% des Nennwertes zu kaufen ergebe automatisch eine Rendite von 100% – plus Verzinsung. Vorausgesetzt natürlich, der Staat zahle die Anleihe zurück. „Bei den 28 an der Stuttgarter Börse gelisteten Griechenland-Anleihen liegen die Renditen derzeit zwischen 8,6 und 25%. Damit stuft der Markt diese Wertpapiere klar als spekulative Investments ein“, so Dittrich.
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