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Marktberichte & Analysen 20. Februar 2012

Euro-Krise bremst Banken-Transaktionen

(aav) Die nach der Finanzkrise erwartete Restrukturierung des europäischen Bankensektors lässt weiter auf sich warten. Das Gesamtvolumen der im Jahr 2011 angekündigten Übernahmen und Beteiligungen in der europäischen Finanzbranche (Banken, Versicherungen, Asset Management u.a.) fiel gegenüber 2010 um rund 25% auf 37,9 Mrd. Euro und damit den niedrigsten Wert seit 2003, berichtet die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in der Studie „European Financial Services M&A 2011“.

Zwar stieg das M&A-Volumen im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreswert um 74% auf 16,5 Mrd. Euro, allein 4 Mrd. Euro entfielen jedoch auf die Verstaatlichung der in Schieflage geratenen Dexia-Bank. Transaktionen mit staatlicher Beteiligung machten im Jahr 2011 rund 12% des gesamten M&A-Volumens aus.

Im europäischen Bankensektor war das M&A-Jahr 2011 von verschiedenen Motiven zwischen erzwungener Restrukturierung und strategischer Expansion geprägt. Während die Dexia gestützt werden musste, gelang in England die Re-Privatisierung der Bank Northern Rock durch Verkauf an den Finanzinvestor Virgin.

Bemerkenswert ist die Expansion russischer Institute, namentlich von Sberbank und VTB Bank. Auf die VTB entfallen drei der 20 größten Deals des Jahres. Die Sberbank schloss mit der Übernahme der österreichischen Volksbank International einen der wenigen größeren grenzüberschreitenden Deals ab. Unter die Rubrik Restrukturierung fallen demgegenüber die Zusammenschlüsse im spanischen Sparkassensektor. Insgesamt belief sich das Transaktionsvolumen in der europäischen Bankenbranche 2011 auf rund 22,6 Mrd. Euro gegenüber 30,5 Mrd. Euro im Vorjahr.

In der Versicherungsbranche hingegen blieb das M&A-Volumen mit 8,9 Mrd. Euro nahezu stabil (2010: 9,5 Mrd. Euro). Dazu trugen auch Investments von Private-Equity-Fonds bei, wie beispielsweise die Übernahme des belgischen Versicherers Fidea durch JC Flowers.

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